Montag, 13. Mai 2013

♥ ♥...Ein sehr wichtiger Teil meines Lebens...♥ ♥

Alles begann im März 2005. Ich war zu diesem Zeitpunkt 11 Jahre alt. An diesem einen Tag im März, holte meine Mama mich von der Schule ab, und sagte mir während der Heimfahrt, dass sie, am Nachmittag, eine Überraschung für mich habe. Ich war natürlich total aufgeregt und wollte es umbedingt aus ihr herausbekommen, da es ja noch so lang war bis zum Nachmittag, aber sie schwieg mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Am Nachmittag fuhren wir dann zu Bekannten im Ort um angeblich Hundewelpen zu gucken. Ich dachte mir nichts großartiges dabei, weil ich meinen Wunsch nach einem Hund schon längst abgehackt hatte, da es immer hieß: "Wir kriegen keinen Hund!"... Dort angekommen wurden wir zu einer Hundebox geführt in der die Hundemama und 6 kleine Hundewelpen lagen, und fröhlich vor sich hin quiekten. Prompt gab mir meine Mama eines der kleinen auf den Arm. 
- Die Babys waren gerade mal so groß wie meine Hand zu der Zeit-  Ich war so glücklich in diesem Moment ein kleines Hundbaby in der Hand zu halten, unmöglich wäre der Gedanke gewesen, dass dieses Gefühl noch zu steigern ist. Aber meine Mama steigerte es... Nach dem der kleine Wurm mir auf meinen Schoß gepinkelt hatte, fragte meine Mama mich wie ich den finde. Die Antwort darauf kann man sich ja sicher denken. Plötzlich hörte ich nur noch die Worte: "Der ist uns. Bald ist das deiner!" Mir kamen vor Freude wirklich die Tränen! Niemals mehr hätte ich damit gerechnet je ein kleines Hundebaby zu bekommen!....


Von da an war ich natürlich jeden Tag nach der Schule bei den Bekannten und habe mein Baby besucht. Das sie Sammy heißen sollte war von vorne herrein klar, da ich immer einen Hund haben wollte der Sammy heißt, auch wenn es in dem Fall ein Weibchen war. Nach dem die kleinen, immer "größer" wurden, und auch älter war irgendwann der Tag des Umzugs erreicht. Meine Mama, meine Schwester und ich fuhren also unsere neue Freundin abholen, immer noch nicht größer als eine Handfläche und gerade mal 9 Wochen alt.
Zu Hause angekommen gab es erst mal ein Begrüßungsgeschenk in Form von Tata (rohes Mett). Anschließend erkundete das kleine Fellknäuel seine neue Umgebung, sein neues Zuhause. Dann entdeckte mein Vater das kleine Mäusschen - der bis da noch nichts von unserem neuen Mitbewohner wusste. Es gab natürlich erst mal ein paar Diskussionen, aber die legten sich schnell. Wer konnte diesem kleinen Wurm auch wiederstehen?!... Auch unsere damalige Katze, Felix war nicht so begeistert von Sammy. Das zeigte Felix ihr auch ziemlich schnell. Sammy musste die ein oder andere Katzenkralle spüren, größere Verletzungen blieben aber aus. In der ersten Nacht haben wir unsere kleines Baby dann in der Küche gelassen, wir hatten alles mit Zeitungspapier bedeckt. Schlafen konnte ich nicht wirklich viel. Direkt am nächsten Morgen um 6:30 Uhr war ich wach, und ging in die Küche, da kam das Fellknäuel auf mich zu und freute sich und hüpfte an meinen Füßen hoch. Ich wollte am liebsten sofort spazieren gehen, musste mich aber noch anziehen. Ich ging also im Sauseschritt mich fertig machen und hörte wie das Babylein weinte, weil ich gegangen war... Wir gingen dann unsere erste Runde, und ich war stolz wie Oskar! Die kleine lief schon am ersten Tag immer hinter mir her, und ich wusste, dass ich diesen Hund so sehr liebte! Nach dem die erste Zeit überstanden war, und das Baby etwas größer schliefen wir immer zusammen auf der Couch, auch wenn das hieß alle 4 Stunden aufstehen und raus gehen. Ich machte es gerne!


Als Sammy und ich das erste Jahr zusammen verbracht hatten, kam im September 2006 ein kleiner Schicksalsschlag auf mich zu. Felix der gerade mal 5 Jahre alt war starb an einer allergischen Reaktion auf eine Impfung. Das war wirklich schlimm für mich, zumal wir Felix schon 2 Tage nach Geburt bei uns hatten. Aber das wäre eine andere Geschichte. In meiner Trauer um meine Katze kümmerte ich mich nun noch stärker um mein kleines Hundilein. Ich brachte ihr Tricks bei, spielte mir ihr, machte 1000 Fotos und überschüttete sie mit Leckerlis. In dieser Zeit wurde unsere Bindung noch fester wie je zuvor.


Sammy kam mit wenn ich Ausritte machte und wenn ich bei Freundinnen schlief. Außerdem hatte ich meine Mama soweit, dass die kleine mit in meinem Bett schlafen durfte. Schnell wurde sie zu meiner besten Freundin, ich erzählte ihr alle meine Sorgen und Probleme, fand Trost in ihr und verdanke ihr jede Menge Glücksmomente. Zu ihren Geburtstagen backte ich ihr kleine Marmorkuchen in Bärchenform, und zu Weihnachten bekam sie immer neue Spielsachen.


Doch dann, in der Woche vor Silvester im Jahre 2010, war irgendwas anders. Irgendwas stimmte nicht mit meiner Sammy. Sie stand kaum noch auf und lag größtenteils im Körbchen. Am 30.12.10 riefen wir dann in der Tierklinik an, weil wir uns wirklich Sorgen machten. Am Telefon sagte man uns wir sollten sofort vorbeikommen. Wir fuhren also los, und ich ging mit meinem Mäusschen allein in die Klinik. Der Tierarzt wollte sie über den Nachmittag da behalten, weil er die Hüfte röntgen wolle. Ich ging also schweren Herzens, ohne mein Baby nach Hause. Als wir sie abholten dann die Diagnose: Hüfdysplasie beidseitig. Wir bekamen alles genau erklärt, und Sammy bekam Schmerzmittel, die aber schnell nicht mehr halfen. So fuhr ich zu einem anderen Tierarzt und Sammy bekam Spritzen. Diese halfen, aber leider auch nur für kurze Zeit. Wir bestellten sogar pflanzliche Mittel - wie Muschelextrakte usw. Aber die mochte Sammy gar nicht nehmen...Also wieder zum Tierarzt neues Medikament... Aber der Zustand verschlechterte sich weiter. Sammy baute nun immer mehr Muskeln ab, und konnte sich nur noch schwer auf dem Hinterbeinen halten. Wir besuchten den Tierarzt immer wieder und gaben sämtliche Schmerzmittel, aber nichts half. In den Vorderbeinen bildete sich immer mehr eine Fehlstellung, die das laufen für mein Baby noch mehr erschwerte. Und so lag sie eigentlich nur noch auf der Couch oder in meinem Bett, und wurde zum Gassi gehen meist raus getragen. Treppen laufen, Ball spielen und toben ging schon lange nicht mehr. Ich wusste das ich mit jedem Tag der vergeht, die kleine mehr quäle, und sie hatte wirklich Schmerzen. Kurz vor Ostern fuhr ich also nochmal zum Tierarzt und erzählte ihm von meinem Entschluss das Hündchen einschläfern zu lassen, da ich sie einfach nicht weiter quälen wolle. Er sagte das wir alles probiert haben, er es nicht gerne macht aufgrund des geringen Alters, aber es die bessere Lösung sei, um den Hund nicht weiter leiden zu lassen...


Ich fuhr unter Tränen nach Hause und beratschlagte mich mit meiner Familie. Schließlich entschlossen wir, dass wir sie einschläfern lassen werden, sobald sie noch mal ein paar sonnige Tage erlebt hatte.
Sammy liebte die Sonne, sie lag oft Stundenlang auf der Wiese und sonnte sich...


Am 7.5.13 hatten wir also den Termin! Mir kommen jetzt schon wieder die Tränen wenn ich daran denke! Es war so schrecklich für mich! Das kleine Würmchen da so liegen zu sehen, und zu wissen, das es vorbei ist! Ich weiß das sie jetzt keine Schmerzen mehr hat, aber es fühlt sich an als hätte man mir die Hälfte meines Herzens weggenommen.... Ich kann seit dem nichts essen und nicht schlafen, jegliche Ablenkung meiner Freunde und Familie, hält mich nicht von meiner Trauer ab. Es tut richtig weh! Und an jedem Ort sind Erinnerungen, egal wo hin ich gehe, ich verbinde jeden Ort mit meiner Prinzessin...

Sicher können das viele nicht nachempfinden, aber für mich ist es wirklich schlimm. Ich fühle mich wie in einem schwarzen Loch, das mir jedes mal wieder einen Stich versetzt....
Mir war bewusst das es schwer wird für mich, aber so schwer, das hätte ich nicht gedacht. Mein einziger Trost ist, dass es ihr jetzt gut geht, und sie wieder Ball spielen kann, und das Felix auf sie aufpasst.
...Nur ich bin am Ende allein mit Trauer!... 



"Große Ohren, glattes Fell, hier und da schallt dein Gebell. Braune Augen leuchten hell, und immer wieder dein Gebell. Jetzt ist es still, denn du bist fort, an einem ganz besonderen Ort. Du wirst mir fehlen das ist klar, doch weiß ich eins, die Zeit mit dir war wunderbar! An unsere Freundschaft werd ich immer denken, denn noch mehr Glück als du mir gabst, kann kein Hund dem Menschen schenken!" ♥ ♥

♥ Ruhe in Frieden mein kleiner Engel! ♥  2005 - 2013


*Ich habe diesen Post geschrieben, weil er für mich persönlich sehr, sehr wichtig ist. Nicht um Aufmerksamkeit oder Mitleid zu erregen. Ich möchte auch keine Tipps bezüglich Sammy´s Krankheit hören, denn wir haben wirklich alles probiert, und am Ende war es nicht mehr nur die Hüfte die nicht mitspielte. Dieser Post dient einfach nur zu meiner persönlichen Trauerbewältigung, und ist in Gedenken an meine treueste Freundin aller Zeiten!*

Kommentare:

  1. Mir kamen eben die Tränen ... ich kann nachempfinden wie Du Dich fühlst, denn ich selbst habe 3 Chis und sie bereiten mir jeden Tag so viel Freude. Fühl Dich gedrückt!

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    1. Danke! :) Das baut einen echt auf, wenn man weiß das es verständlich ist einem Hund hinterherzutrauern!
      Deine Wauwis habe ich schon gesehen auf deinem Blog :) Wirklich herzallerliebst die 3! Wünsche euch noch viele schöne gemeinsame Jahre! :*

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  2. Das tut mir so leid... kann ich gut verstehen, ich musste auch schon 2 Hunde gehen lassen und das tut so weh. Auch wenn es die richtige Entscheidung war denn für sie war es bestimmt schmerzhaft und kein "hundewürdiges" Leben mehr.
    Ganz liebe Grüße und vielleicht kannst du ja irgendwann einem kleinen Welpen ein schönes neues zuhause geben!

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    1. Ohje schon 2.. Das tut mir auch leid :( Ich weiß in meinem tiefsten Inneren, dass die Entscheidung die einzig richtige war, aber so wie ich leide fühlt es sich nicht richtig an...
      Alle sagen mit der Zeit vergeht der Schmerz, und dadrauf baue ich jetzt. Ich würde aufjedenfall gerne wieder irgendwann einen Hund haben, aber meine Mama ist absolut dagegen. Ich denke damit muss ich warten bis ich ausgezogen bin. Aber bis dahin dürfte es dann auch nicht mehr so weh tun wenn ich an Sammy denke...

      <3

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    2. Auf jeden Fall, das Wehtun wird weniger mit der Zeit. Vergessen wird man sie niemals, die kleinen Herzchen, aber das ist auch OK finde ich!
      xoxo

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  3. Das ist eine so traurige Geschichte :(
    Von unserer Hunde Geschichte hatte ich dir ja bereits auch schon mal geschrieben. Da wir alle unseren Sammy so sehr vermissen und eindeutig Leben im Haus fehlt hat sich die Familie meines Freundes jetzt entschieden einen neuen Hund ins Haus zu holen. Auch wenn viele Aussenstehende meinen es seie nach 5 Monaten noch zu früh für einen neuen Hund freuen wir uns alle schon riesig.

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    1. Ganz so traurig ist es nicht, denn ich habe wirklich viele schöne Jahre mit Sammy verbracht! Auch wenn der Abschied noch so schmerzt. Ich denke das sollte jeder für sich selbst entscheiden, wann er bereit für einen neuen Hund ist. Momentan kann ich mir zwar vorstellen wieder einen Hund zu bekommen, aber nicht in absehbarer Zeit.
      Ich muss erst mal Sammy´s Verlust verarbeiten. Und wenn das Schicksal es so will sehen wir ob ich wieder eine neue Freundin bekomme :)

      Viel Spaß mit eurem neuen Begleiter :) Ich würde mich freuen wenn du mal ein Bild zeigst, auf dem Blog oder wegen mir per Mail :)

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